Seat Sequencer LITEF

LISS

Entwickelt für den Schleudersitz des Eurofighters

System zur Steuerung der Ausstiegssequenz eines Schleudersitzes

Der Seat Sequencer LISS ist ein kompaktes, mehrfach redundant ausgelegtes System zur Steuerung der Auslösesequenz des Rettungssystems eines Schleudersitzes. Er wurde im Auftrag der Firma Martin-Baker Aircraft speziell für den MK16A-Schleudersitz des Eurofighters entwickelt.

Erst mit dem Betätigen des Ausschussmechanismus durch den Piloten wird der Seat Sequencer aktiviert. Beim Verlassen des Cockpits beginnt die Aufzeichnung der aktuellen Bewegungsdaten durch Beschleunigungsmesser und Pitotsensoren, sowie der barometrischen Höhe. Abhängig von diesen Größen wird eine zeitlich variable Auslösesequenz eingeleitet, welche zunächst einen Hilfsfallschirm und anschließend den Hauptfallschirm auslöst. Schließlich wird der Pilot vom Sitz getrennt.

Die Daten der Sensoren, die in unabhängigen CPUs verarbeitet und über ein komplexes Software- und Hardware Voting bewertet werden, führen zu einer abgestimmten Aktivierung,  der im Sitz befindlichen pyrotechnischen Zünder. Die Auslösedaten werden im Seat Sequencer gespeichert, sodass sie nachträglich analysiert werden können.